DIE GESCHICHTE DER GEMEINDE HOLZHAUSEN

Holzhausen dürfte im 9./10. Jahrhundert entstanden sein. Im Gegensatz zur Welser Heide, in der Holz selten war, wurde hier mitten in einem Wald die Kirche errichtet. Noch heute ist Holzhausen ein sehr "grüner" Wohnort und rundum gibt es Waldreste. Aus der Bronze- und Eisenzeit gibt es spärliche Funde (Steinbeile), die belegen, dass die Gegend schon früh besiedelt war. Die Ortsnamen Kranzing, Ottenham und Holzhausen weisen auf eine Entstehung der Ortschaften zwischen 700 - 900 n.Chr. hin. Um 1000 kamen windische Kolonisten aus der kärntnerischen und steirischen Mark in die durch die Kriege mit den Awaren und Magyaren ziemlich entvölkerte und verwüste Gegend. Der Kirchenpatron, der hl. Vitus, ein bei den Slawen sehr verehrter Heiliger, weist auf die erste Kirchengründung in dieser Zeit hin. Man nimmt an, dass dieses Gebiet zur Zeit der Römer als Durchzugsgebiet von Hörsching nach Scharten diente. Später zogen viele germanische Völker durch.Holzhausen wurde erstmals im Jahre 1130 urkundlich als Sitz der "Herrschaft zu Holzhusen" erwähnt. In den Urkunden finden sich verschiedene Schreibweisen für Holzhausen: Am Ortsplatz steht ein altes Backhaus, das 1820 - 1833 erbaut wurde. Das Wappen von Holzhausen geht zurück auf den Freiherrn von Schütz (um 1740) und weist auch darauf hin, dass bis ca. 1840 Weinbau betrieben wurde. Das Bild von Konrad von Schütz wird im Pfarrhof aufgehoben. Die Wappenverleihung war am 25. September 1993.

Beschreibung des Gemeindewappens: In Rot ein goldener von zwei goldenen Weinrebeblättern begleiteter Stern, eingeschlossen von zwei silbernen Schräglinksbalken.

                                                                    

Wappenbild Holzhausen                                                         Bgm. Klaus Hügelsberger

 

HOLZHAUSEN UND SEINE GEOGRAPHISCHE LAGE

Holzhausen ist eine der kleinsten Gemeinden im Bezirk Wels-Land (Oberösterreich). Auf einer Fläche von 7,76km² wohnen derzeit 780 Einwohner in 6 Ortschaften (Holzhausen, Lehen, Kranzing, Grillparz, Jebenstein und Niederprisching). Unsere Nachbargemeinden sind Alkoven, Kirchberg/Thening und Oftering aus dem Bezirk Linz-Land, Buchkirchen und Marchtrenk (Wels-Land). In Holzhausen ist hauptsächlich fruchtbarer Lehmboden zu finden, daher gibt es sehr viel Landwirtschaft. Die Gemeinde liegt auf einer Seehöhe von 333m.

DORFCHRONIK

Jungsteinzeit
Spärliche Funde bezeugen eine Besiedelung (Steinbeile in Kranzing).

9. / 10.Jhdt
Man erfährt von einer Kirche, die mitten in einem Wald errichtet war.
Der Name Holzhausen bedeutet also: Bei den Häusern am Holz.

1130
Erste urkundliche Erwähnung als Sitz von Holzhusen.

1430
Die Schreibweise des Ortsnamens ist Holczhausen.

1620
Ab nun schreibt man Holzhausen.

1740
Das Wappen von Holzhausen geht auf Konrad von Schütz zurück, der um diese Zeit gelebt hat.

1892
Die Musikkapelle Holzhausen wird gegründet.

1897
In diesem Jahr ist die Gründungssitzung der Feuerwehr Holzhausen. Der Musikverein wird erneut gegründet.

1948-1950
Das Amtsgebäude der Gemeinde wird gebaut.

1993
Mit der Einweihung des Mehrzweckbaus, in dem der Mehrzwecksaal, die Feuerwehr und der Musikverein untergebracht sind, wird Holzhausen das Gemeindewappen verliehen.

1997-1999
Das Amtsgebäude wird restauriert, der Ortsplatz neu gestaltet.

2001
Die Gemeinde Holzhausen erhält eine einheitliche Postleitzahl (4615) und Straßennamen im Ortsteil Holzhausen.

2002
Anläßlich des Sonnenfestes am 26.Mai 2002 wird der neue Ortsbrunnen eröffnet.

2003
Holzhausen erhält seinen 1. Kreisverkehr zur Entschärfung der "Schlosserkreuzung" (Kreuzung Am Weinberg - Römerstraße). Der Gehsteigbau wird zum Teil realisiert.

2009
Der langjährige und geschätzte Bürgermeister Josef Zaininger, der 16. Bürgermeister, seit es darüber Aufzeichnungen gibt, übergibt im Juli 2009 an seine Nachfolger Klaus Hügelsberger. Bei der Wahl am 27. September 2009 wird Herr Hügelsberger in seinem Amt bestätigt.

2015
Am 27. September wurde Klaus Hügelsberger erneut zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt.